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Sieben Überzeugungen. Keine Mission-Statements.

Was durch Entscheidungen führt. Pro Prinzip die These, ein konkretes Beispiel aus der Arbeit hier, und was es kostet, denn jedes Prinzip hat einen Preis. Hover zeigt die Variante, die nicht gewählt wird.

Sieben Prinzipien als 3D-Orbit mit umklappbaren Panels.

01 · PRINZIP

Method64 baut eigene Software.

White-Label-SaaS aus dem Reseller-Katalog verkaufen.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Climactra: eine SaaS-Plattform für CO₂-Bilanzierung im Hotelsegment. Vom Datenmodell bis zur Rechnungs-Engine alles selbst gebaut, ohne externe Investoren.
  • Diese Site selbst läuft auf eigenem Hetzner-Server, mit eigenem Form-Backend, mit self-hosted Umami. Kein Vercel, kein Webflow, kein Form-Builder.
WAS ES KOSTET

Affiliate-Margen und schnelle Launches fallen weg. Eine White-Label-CRM hochzudrehen ist ein Wochenende, Climactra ist ein Jahr. Aber method64 empfiehlt dir nichts, was nicht selbst betrieben wird.

02 · PRINZIP

Wer plant, der baut.

Vertrieb pitcht, Account-Manager moderiert, dann Handover an Devs.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Im Erstgespräch sitzt die Person, die deinen Code schreibt. Keine Slides aus dem Sales-Deck, keine Discovery-Workshop-Choreographie.
  • Architektur-Entscheidungen trifft, wer sie umsetzt, nicht ein Solution-Architect, der danach das Ticket weiterreicht.
WAS ES KOSTET

Method64 skaliert nicht durch Pyramiden. Eine aktive Bauphase auf einmal, ohne fünf parallele Projekte. Wer eine Agentur will, die für jeden Termin einen anderen Account-Manager schickt, ist hier falsch.

03 · PRINZIP

Auch Nein ist eine Antwort.

Jeder Auftrag ist ein guter Auftrag.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Anfragen werden abgelehnt, wenn das Problem mit einer Excel-Vorlage gelöst ist. Lieber kein Honorar als ein Produkt, das niemand braucht.
  • Wenn das Tech-Problem nicht zum Stack passt, wird weitervermittelt, auch an Kollegen außerhalb der eigenen Pipeline.
WAS ES KOSTET

Umsatz, den andere Agenturen mitnehmen würden. „Nein" zu sagen kostet echtes Geld, und es ist die wichtigste Investition in die Empfehlungs-Qualität.

04 · PRINZIP

Südtirol, nicht Silicon Valley.

Möglichst groß, möglichst schnell, VC im Pitch.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Klein aufgestellt, ohne Overhead. Kein Office, kein Marketing-Manager, kein Investor, der quartalsweise Wachstum sehen will.
  • Hosting in EU (Hetzner Falkenstein), Mail bei IONOS, Analytics self-hosted. DSGVO ist eingebaut, nicht nachgepflegt.
WAS ES KOSTET

Method64 wird nie eine 50-Personen-Agentur sein. Großkunden, die zehn parallele Streams brauchen, sind nicht der Markt. Das Wachstum bleibt langsam und absichtlich klein.

05 · PRINZIP

Architektur vor der ersten Zeile Code.

Erst mal anfangen, Refactor kommt später.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Datenmodell, API-Contracts und Deployment-Strategie stehen, bevor die erste Zeile Code geschrieben wird. Frontend und Backend können parallel arbeiten, ohne sich zu blockieren.
  • Wichtige Entscheidungen schriftlich notiert, in sechs Monaten weiß man noch, warum die DB Postgres ist und nicht Mongo.
WAS ES KOSTET

Die ersten ein bis zwei Wochen sehen aus, als würde nichts passieren. Wer wöchentlich UI-Mockups will, leidet. Wer in Monat sechs immer noch das gleiche Datenmodell hat, gewinnt.

06 · PRINZIP

Jede Woche ein Ergebnis.

Sechs-Monate-Big-Bang-Sprint, dann Demo am Stichtag.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Alle zwei Wochen ein deploybarer Slice plus Status-Update mit aktuellem Stand, kein Mockup, kein Demo-Stub. Sollte nach acht Wochen abgebrochen werden, hättest du vier funktionierende Inkremente, nicht null halbfertige.
  • Feature-Flags + Canary-Deploys statt "alle Daumen drücken". Wenn ein Feature nicht funktioniert, wird es weggeschaltet, kein Rollback-Drama.
WAS ES KOSTET

Slice-Planung und Status-Updates kosten Zeit, die Big-Bang-Sprints scheinbar sparen. Reine Code-Zeit ist niedriger als bei Teams, die nur am Ende abliefern. Dafür gibt es kein "es wird schon klappen, vertraut uns".

07 · PRINZIP

Nach dem Launch geht es erst richtig los.

Übergabe an "den Wartungs-Vertrag", dann Funkstille.
WO DAS AUFTAUCHT
  • Vier Wochen Hypercare im Standard-Angebot. Gleiche Antwortzeit wie sonst (meist am selben Werktag), Logs werden gelesen und Fixes kommen.
  • Pay-per-Use als Default-Wartung. Du meldest dich, wenn was ist; abgerechnet wird pro Stunde. Kein Mindest-Retainer für nichts.
WAS ES KOSTET

Es lässt sich nicht einfach am ersten des Monats abrechnen. Cashflow ist unregelmäßiger als bei Agenturen mit fixen Wartungs-Verträgen. Dafür kommen Kunden zurück, weil sie nicht für Stille bezahlen.